Letzte Woche habe ich euch erzählt wie ich einen attraktiven Mann im Anzug kennenlernte und heut erzähle ich euch wie ich die Neue wurde.

Wie hieß dass Spiel aus unseren Teenagerzeiten? 7 Minuten im Himmel? Auch ohne Knutschen fühlten sich die 30min in der Kammer besonders aufregend an. Ich wusste ich will ihn wieder sehen. Es lag eine besondere Spannung in der Luft. Aber da war ja noch “der Nette”. Ich musste das beenden bevor ich P. wiedersehen konnte. Ich schlug Abendessen in einer Woche vor und erzählte auch von meiner zukünftigen Trennung. Ich halte prinzipiell nicht viel von Geheimnissen.

Er schrieb mir gefühlte 1000 Nachrichten. “Der Nette” hatte es kurz und schmerzlos beigebracht bekommen. Ich war frei. Aufgeregt wie ein Teenager ging ich zu unserem ersten Date. Dafür kam er extra nach Wien. Wir aßen, redeten, tranken weiße Spritzer, lachten, flirteten und waren uns bei allem ziemlich einig. Nach einem Lokalwechsel in die Stadt wurde meine Neugierde unglaublich groß. Wir hatten uns alles erzählt was man sich beim ersten Date nicht erzählen sollte. Ex-Partner, Familiendramen, berufliche Details …

Ich fühlte mich wie ein Teenager. Ach wie schön!

Irgendwann beugte er sich nach vor und küsste mich. Es kribbelte an meinem ganzen Körper und mir wurde leicht schwindelig. Wow. So hat sich Küssen schon lange nicht angefühlt …

Den Rest des Abends verbrachen wir damit uns gegenseitig zu verschlingen und landeten nach einem Besuch in einer In-Bar in der Stadt in meinem liebsten After-Hour-Lokal. Und nach diesem bei mir. Und bei mir benahm er sich wie der absolute Gentleman. Ungewohnt aber schön auch mal wie eine Lady behandelt zu werden …

Die Wochen vergingen. Er tauchte zwei bis drei mal die Woche in Wien auf. Wie gingen spazieren, essen und verbrachten Zeit mit meinen Freunden. Alles eitel Sonnenschein. Irgendwann meinte er, er möchte mir zeigen wie er lebt und ich soll ihn doch mal in der Steiermark besuchen. Er wollte auch dass ich mir ansehe worum es sich in seiner Arbeit genau dreht und er auch sehen und verstehen womit ich mein Geld verdiene.
Gesagt getan, Termin stand fest. Einen Tag vor meiner Abreise hatte er einen Notfall im Freundeskreis. Nach Selbstmord-versuchen, Selbstmorden, schweren Unfällen, Häuslicher Gewalt und dem größten Pech dass man sich vorstellen kann, bin ich durch mein Umfeld einiges gewöhnt und würde nie erwarten oder verlangen dass er einen Freund in Not stehen lässt und zu mir fährt. Mit 1,5 Tagen Verspätung bestieg ich dann doch noch den Zug.

Reise ins Unglück?

In seiner Heimatstadt holte er mich vom Bahnhof ab und wir fuhren Abendessen. Bei einem kleinen, romanischem Italiener sassen wir bei Kerzenschein. Es war Sonntag Abend und wenig los. Plötzlich läutete mein Handy. Nummer kannte ich nicht. Ich dachte: auch wenn das ein Kunde ist aber Sonntag um 21:30 habe ich auch ich Feierabend und hebe ein mal nicht ab …

Es riefen mehrere male von zwei Nummern die ich nicht kennte bei mir an. Keine Nachricht auf der Sprachbox. Ich wurde nervös. Vielleicht ist meiner Mama oder sonst jemandem aus der Familie oder dem Freundeskreis etwas passiert?

*Namen, Orte und Daten verändert.

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