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Auf der Suche nach dem Traumprinzen

Mit einer Zigarette, oder besser gesagt einem Feuerzeug begann Alles … Teil 5

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Eine halbe Stunde nachdem M abgefahren war ging Ju online. Sie schrieb mir wie sehr sich schon auf die nächsten Tage freue und dass sie es so schade findet dass ich so weit weg bin und nicht mitkommen kann. Wohin mitkommen? An den See!

Und so flog eine große Lüge auf. M und seine Jungs waren am See, das war richtig aber sie waren nicht im Haus von Js Eltern nur unter sich sondern in einer große gemischten Gruppe am Zeltplatz. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wozu hat er mich angelogen? Es ist mir doch egal wenn er mit Ju und co zelten geht. Irgendwas war da im Busch.

Ju hatte natürlich gemerkt dass sie ihn unabsichtlich verpetzt hat und warnte M vor. Drei Tage vergingen. Vier Tage vergingen. Sogar fünft Tage vergingen und kein Lebenszeichen von M. Sonntag Nachmittag war er wieder online.

M: “War lustig mit den Jungs.”
Ich: “Und Mädchen?”
M: “Ja eh. Wollte dir eh die Wahrheit sagen. Dachte das wäre dann unkomplizierter. Abgesehen davon musst du  stolz auf mich sein!”

Stolz? STOLZ? IM ERNST? Worauf? Dass du ohne eine geschwängert zu haben Heim gekommen bist oder darauf dass du dich überhaupt wieder meldest? Und jetzt kam es die größte männliche Dummheit die mir je einer ernstgemeint gesagt hat:

Ich muss stolz sein weil ihm ein Dreier angeboten wurde und er nein gesagt hat.

Was soll man dazu sagen? Ich drehte meinen Messanger ab und faste meine Gefühle in einer Mail zusammen. Es war aus. Mit so einem Benehmen kann ich nicht leben. Wie wird das dann wenn er studiert und ihm seine Eltern nicht im Zaun halten?

Am nächsten Morgen ging ich ganz normal, wie die Montage davor in meine Arbeit. Der Unterschied zu sonst war dass ich etwas sehr übernachtig war und meine Augen fürchterlich angeschwollen waren vom Weinen … M machte es mir recht einfach. Als ich meinen Computer aufdrehte ploppten mir 3 Mails von ihm entgegen die er in seiner Wut in der Nacht verfasst hatte. Nach einigen Zeilen in den er mir erklärt was ich mir einbilde, was ich denn glaube wer ich bin mit ihm Schluss zu machen und dass er ja nichts getan hatte. Folgten in der zweiten Mail noch mehr Zeilen darüber was für ein gemeiner und schlechter Mensch ich bin vermischt mit wüsten Beschimpfungen die ich hier sicher nicht wiederholen werde … In der dritten, recht kurzen Mail bat er mich um ein Gespräch und fragte ob ich ihm verzeihen könnte.

Also bin doch nicht ich vollkommen Gaga und er hat was falsch gemacht. Und es gibt etwas dass zu erst vergeben werden muss?

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 6 (01.09.17)

Sonia Maria K
the authorSonia Maria K

30 Jahre jung // Graphic Designer // aus Polen // lebt in Wien

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