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Das perfekte Bloggerdinner* – Polnisch für Anfänger – Pierogi

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Heute bin ich zwar etwas spät dran, aber wie versprochen folgt mein dritter und letzter Teil der #perfekteBloggerDinner Reihe. Vor zwei Wochen habe ich euch über das Dinner bei Natasha erzählt, letzte Woche gab es einen Überblick über meine Vorspeisen und den Aperitif und heute zeige ich euch meinen Hauptgang und Nachspeise und die passenden Rezepte dazu. So viel sei schon mal verraten, als Hauptgang gab es den polnischen Klassiker: Pierogi ;)

©amigaprincess
©amigaprincess

Ich glaube ich wurde noch nie auf ein Rezept so oft angesprochen wie die letzten Wochen auf Pierogi. Sie sind der absolute Klassiker und doch ist es gar nicht so einfach den Teig richtig hinzubekommen. Jede polnische Oma hat ihn ein wenig anders gemacht. Die einen nehmen Eier und Öl für den Teig, die anderen nehmen nur Mehl und Wasser. Die einen befüllen sie mit Fleisch, die nächsten mit und Kraut und Pilzen und wieder andere mit Erdbeeren oder Heidelbeeren.

©amigaprincess

Ich persönlich mache den Teig in der reduziertesten Version und befülle Pierogi lieber mit Salzigem als Süßem. Hier gebe ich euch einen Einblick in meine Teig-Geheimnisse und die Zutaten für drei Verschiedene Füllungen:

  1. Pierogi Teig für ca. 45 Stück:
    Du brauchst:
    – 300g Weizenmehl
    – 200ml kochend heißes Wasser
    – 1/2TL SalzGib das Mehl in eine große Schüssel. Gib ganz langsam das heiße Wasser unter ständigem Rühren hinzu. Sobald sich Mehl mit Wasser zu einem Stück Teig gebunden haben kannst du ihn aus der Schüssel nehmen und per Hand weiter kneten. Der Teig sollte nicht kleben, aber auch nicht so trocken sein, dass er sich nicht gut kneten lässt. Er sollte nicht hart aber auch nicht elastisch wie Gummi sein. Ich weiß das klingt etwas ungenau, es gibt da aber nicht mehr Tipps und Ratschläge als zu schauen, dass man das Wasser so langsam und gleichmäßig mit dem Mehl verrührt wie möglich. Alles mit der Hand zu verrühren würde ich abraten, da holst du dir nur Brandblasen … Bestreu deine Schüssel mit Mehl, lege den Teig hinein, lege ein Tuch drüber und lass den Teig 15 Minuten ruhen. Sobald die 15 Minuten um sind kannst du ein kleines Stück Teig in kochendes Salzwasser geben und kochen lassen. Sobald er oben schwimmt kannst du kosten ob er richtig geworden ist. Sollte er zu hart oder zu gummiartig sein, dann macht euch nichts draus. Gut dass man Mehl immer in großen 1kg-Packungen kauft, da gehen sich noch weitere zwei Versuche aus ;)
    Ich hab früher meine erste Portion immer wegwerfen müssen, weil sie nicht genießbar war. Übung macht auch hier den Meister ;)
  2. Fülle für ca. 45 Stück russische Pierogi:- 1/2kg Kartoffel
    – 150-200g Topfen
    – kleine Zwiebel
    – Butter
    – Salz und PfefferKartoffeln in Salzwasser zum kochen auf den Herd stellen, bis die Kartoffeln weich sind. Zwiebeln klein hacken, in eine Pfanne mit Butter geben und braten bis sie glasig sind. Sobald die Kartoffeln weich sind, sie mit Topfen, Zwiebeln, Salz und Pfeffer mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerkleinern und gut verrühren.
  3. Fülle für ca. 45 Stück mit Kraut und Pilzen:- 1kg Sauerkraut
    – 40g getrocknete Pilze
    – 1 Zwiebel
    – 2-3 Lorbeerblätter
    – 3-4 Körner Piment
    – Salz und Pfeffer
    – ButterAls erstes musst du die Pilze waschen und in heißem Wasser für 30 Minuten einweichen. Gieße nach 30 Minuten das Wasser von den Pilzen ab und hebe es auf. Als nächstes musst du das Sauerkraut waschen, damit es nicht mehr ganz so sauer ist (drücke es aus). Gib das Kraut in einen Topf und bedecke es mit Wasser. Gib die Lorbeerblätter, das Piment und das Pilzwasser dazu. Koche das Kraut bis es weich ist. Hacke nun die Pilze klein. Sobald das Kraut weich ist, siede es ab, lass es kurz abkühlen und hacke es auch klein. Als nächsten Schritt hackst du eine Zwiebel klein und bratest sie mit Butter, bis sie ein wenig glasig ist. Gib dann die gehackten Pilze und das gehackte Sauerkraut dazu. Brate alles zusammen ca. 10 Minuten und würze es mit Salz und Pfeffer. Stelle die Fülle beiseite damit sie abkühlt.
  4. Fülle für ca. 45 Stück mit Fleisch:- 500g Rindfleisch
    – 1 Karotte
    – 1/4 Sellerie
    – Bund Petersilie
    – 1 Stück Lauch
    – 1/4 einer angebrannten Zwiebel (geht nur auf einem Gasherd gut)
    – 2 Lorbeerblätter
    – 3 Körner Piment
    – 2 Körner Pfeffer
    – 1 ganze Zwiebel
    – ButterGib das Fleisch in einen Topf und übergieße es mit ca. 1,5l Wasser. Hacke Karotte, Sellerie, Petersilie, Lauch und die angebrannte Zwiebel klein und gib alles dazu und lass es 30 Minuten kochen. Gib die Gewürze dazu und lass alles nochmal 30 Minuten kochen. Hacke die Zwiebel klein und brate sie in Butter bis sie glasig ist.
    Drehe das Fleisch mit Gemüse aber ohne Gewürze durch einen Fleischwolf, hacke es per Hand oder zerkleinere es im Mixer. Vermenge das Fleisch mit den glasigen Zwiebeln und würze mit Salz und Pfeffer.
  5. Befüllen und kochen der Pierogi:Nimm deinen ruhenden Teig und zerteile ihn in zwei kleinere Stücke. Bestäube deine Arbeitsfläche mit Mehl und rolle den Teig darauf aus bis er ca. 2-3mm dick ist. Nimm ein Wasserglas und steche damit einen Kreis aus deinem Teig. Lege in etwa die Menge eines gehäuften Teelöffels in die Mitte deiner Teigscheibe, klappe die Scheibe zusammen und drücke die Ränder zusammen, sodass keine Fülle mehr rauskommen kann.
    Bring Wasser mit Salz zum Kochen und lege deine Pierogi einzeln hinein, sodass sie nicht aneinander kleben bleiben. Wenn sie nach ca. 3 Minuten oben auf schwimmen sind sie fertig.Klassisch serviert man Pierogi mit glasig gebratener, gehackter Zwiebel und Butter. Solltest du deine Pierogi nicht sofort aufessen, schmecken sie am nächsten Tag knusprig braun gebraten mit Butter und Zwiebel fast noch besser als frisch ;)
©amigaprincess
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Als Nachspeise gab es Chalwa, Früchte und Wodka.

Ich hoffe ihr hattet genau so viel Spaß bei dieser Kooperation wie ich! Mahlzeit und sagt mir dann wie eure geworden sind ;)

* In freundlicher Zusammenarbeit mit Hofer.

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Sonia Maria K
the authorSonia Maria K

30 Jahre jung // Graphic Designer // aus Polen // lebt in Wien

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