Manche Räume funktionieren einfach nicht.
Genau so ging es uns mit diesem Zimmer bis zu meinem Schlafzimmer Makeover.
Mit rund 20 m² ist der Raum eigentlich groß genug. Trotzdem hatte er drei große Probleme: zu wenig Stauraum, keine klare Raumaufteilung und vor allem keine Atmosphäre. Das Zimmer wirkte kalt, ungemütlich und war kein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt.
Dabei verbringe ich genau dort besonders viel Zeit.
Ich starte fast jeden Morgen mit einem Kaffee im Bett. Am Abend sitze ich dort mit einem Kreuzworträtsel oder schaue noch eine Folge meiner Lieblingsserie. Und wenn man krank ist, möchte man erst recht einen Raum haben, der sich weich, gemütlich und einladend anfühlt.
Also war klar: Dieses Schlafzimmer braucht ein Makeover.
Nicht durch eine teure Renovierung, sondern durch clevere IKEA Hacks, DIY-Projekte und bessere Raumnutzung.
Vor dem Schlafzimmer Makeover



Auf den ersten Blick wirkte das Zimmer völlig in Ordnung.
Aber im Alltag zeigten sich schnell die Schwächen:
- Der vorhandene Stauraum wurde nicht optimal genutzt.
- Der Kleiderschrank verschenkte wertvolle Fläche.
- Die Möbel hatten keine klare Struktur im Raum.
- Das Bett wirkte funktional, aber nicht gemütlich.
- Der Fernseher dominierte optisch das Schlafzimmer.
- Die Beleuchtung war wenig stimmungsvoll.
Vor allem fehlte ein durchgängiges Konzept.
Der Raum wirkte eher wie eine Sammlung einzelner Möbelstücke als wie ein bewusst gestaltetes Schlafzimmer.
Das Moodboard: Hell, ruhig und skandinavisch
Für das neue Schlafzimmer wollte ich einen ruhigen, skandinavisch inspirierten Look schaffen.
Das Ziel war kein steriler Minimalismus, sondern eine warme Mischung aus:
- hellen Naturtönen
- sanften Grüntönen
- Holzdetails
- weichen Textilien
- indirektem Licht
Außerdem sollte der Raum deutlich funktionaler werden.
Mehr Stauraum, bessere Raumaufteilung und eine gemütlichere Atmosphäre standen ganz oben auf meiner Wunschliste.
Die größte Herausforderung
Die größte Herausforderung war nicht das Budget.
Es war die Raumplanung.
Der Raum hat zwar etwa 20 m², wurde aber nicht optimal genutzt. Vor allem die Schranklösung verschenkte viel Potenzial.
Deshalb habe ich das gesamte Konzept zuerst am Papier geplant, bevor überhaupt das erste Möbelstück aufgebaut wurde.
Projekt 1: Das Bett-Makeover


Der erste Schritt war das Bett.
Statt ein neues Bett zu kaufen, habe ich das vorhandene Bett aufgewertet.
Dafür bekam es:
- eine neue Husse
- ein gepolstertes Kopfteil
- neue Bettwäsche
- eine Tagesdecke
- zusätzliche Kissen
Besonders das gepolsterte Kopfteil hat den größten Unterschied gemacht.
Mit Schaumstoff und einem selbst genähten Bezug entstand aus einem einfachen Bett ein deutlich hochwertigerer Look.
👉 Ausführliche Anleitung folgt im Artikel zum Bett-Makeover.
Projekt 2: IKEA Pax Hack mit selbstgebauten Türen




Der Kleiderschrank war das größte Projekt des gesamten Makeovers.
Wir haben uns für IKEA Pax Korpusse entschieden, die wir mit selbstgebauten Türen kombiniert haben.
Die Türen bestehen aus Möbelbauplatten, auf die Holzleisten aufgebracht wurden.
Anschließend wurden sie in einem hellen Pistaziengrün lackiert und mit einem seidenmatten Top Coat versiegelt.
Das Ergebnis wirkt deutlich individueller als Standardfronten und passt perfekt zum skandinavischen Stil des Schlafzimmers.
👉 Den kompletten IKEA Pax Hack findest du im Detailartikel.
Projekt 3: Die Malm-Kommode als Raumteiler
Auch die IKEA Malm Kommode bekam ein Upgrade.
Statt einfach nur an der Wand zu stehen, übernimmt sie nun eine zusätzliche Funktion:
Sie trennt optisch den Schlafbereich vom Schrankbereich.
Dadurch wirkt der Raum strukturierter und deutlich durchdachter.
Zusätzlich wurde die Kommode erhöht und optisch an das neue Schlafzimmer angepasst.
👉 Die komplette Anleitung folgt im Malm-Hack Artikel.
Projekt 4: Beamer statt Fernseher


Der große Fernseher war einer der Gründe, warum das Schlafzimmer nie wirklich ruhig wirkte.
Deshalb haben wir ihn entfernt.
Stattdessen nutzen wir künftig einen Beamer, der direkt auf das große Schlafzimmerfenster projiziert.
Dadurch wirkt der Raum tagsüber aufgeräumter und weniger technisch.
Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit erhalten, bequem vom Bett aus Serien und Filme zu schauen.
👉 Mehr dazu im Artikel „Beamer statt Fernseher im Schlafzimmer“.
Projekt 5: Neue Vorhangschienen
Die alten Vorhangstangen wurden entfernt.
Stattdessen kamen schlichte weiße Deckenschienen zum Einsatz.
Zusammen mit hellen, lichtdurchlässigen Vorhängen sorgt das für deutlich mehr Tageslicht und lässt den Raum höher wirken.
Ein kleines Detail mit großer Wirkung.
Projekt 6: Neue Beleuchtung



Licht verändert Räume.
Deshalb wurden mehrere neue Lichtquellen integriert.
Besonders die Reispapierlampen sorgen für eine weiche, warme Atmosphäre und machen das Schlafzimmer am Abend deutlich gemütlicher.
Ergänzt mit Pflanzen entstand ein Bereich, der inzwischen zu meinen Lieblingsplätzen in der Wohnung gehört.
Das Ergebnis
Aus einem unpraktischen und wenig einladenden Schlafzimmer wurde ein Raum, in dem wir tatsächlich gerne Zeit verbringen.
Die größte Veränderung war dabei nicht ein einzelnes Möbelstück.
Es war die Kombination aus:
- besserer Raumnutzung
- mehr Stauraum
- wärmeren Materialien
- angenehmerem Licht
- einer klareren Raumstruktur
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Jedes DIY-Projekt bringt neue Erkenntnisse.
Meine wichtigsten Learnings:
- Trocknungszeiten immer großzügiger einplanen.
- Möbel zuerst im Raum testen und erst dann endgültig planen.
- Kleine Lichtquellen haben oft mehr Wirkung als große.
- Ein neues Möbelstück ist nicht immer die beste Lösung.
- Gute Raumplanung spart später viel Arbeit.
Vorher-Nachher: Würde ich es wieder machen?
Definitiv.
Das Schlafzimmer wirkt heute größer, gemütlicher und deutlich funktionaler.
Und genau das war das Ziel.
Denn wenn man jeden Morgen mit einem Kaffee im Bett startet und den Tag dort ausklingen lässt, sollte sich dieser Raum nicht nur praktisch anfühlen.
Sondern wie ein Ort, an dem man wirklich gerne ist.
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