Frühjahrsputz: So gehst du es an. Plan und Checkliste

Jedes Jahr aufs neue starte ich Anfang Januar mit dem Frühjahrsputz. Ein manchmal nicht ganz so leichtes Unterfangen wenn man nicht weiß wo man starten soll, was man dafür braucht und mit welchen Ticks man sich die Arbeit erleichtern kann. Hier habe ich eine ausführliche Anleitung inklusive Einkaufslisten, Tipps meiner Oma für euch und zusätzlich habe ich den einen oder anderen Trick aus dem Internet ausprobiert.

Der Plan, den du für deinen Frühjahrsputz brauchst:

Die Frage der Fragen: Wo und wann fange ich mit dem Frühjahrsputz an? Natürlich am Anfang und wann immer es dir beliebt. Suche dir einen Raum oder ein Eck und lege los. Fange in einer Wohnung in dem Raum an der am weitesten von der Eingangstür entfernt ist und in einem Haus arbeitest du dich von oben nach unten. Traditionell haben Bauern im Frühjahr geputzt da sie das restliche Jahr keine Zeit hatten um ihren Hof gründlich sauber zu machen. Heute ist es egal wann du loslegst, Hauptsache du tust es. Neujahrsvorsätze, der erste eines Monats, Vollmond oder auch ein x-beliebiger Tag eignen sich gut dafür. Klingt leichter als es ist? Nicht mit diesem Plan:

  1. Checke vorher ob du alles hast was du brauchst.
    Ich habe dir Utensilien aufgelistet die du vielleicht brauchen könntest. Vieles davon ist Geschmacksache. Ich persönlich nehme z.B. lieber Essig als Entkalker. Dazu aber später mehr.
  2. Ausmisten tut nicht weh! Mit meinen Tipps auf jeden Fall nicht sehr.
  3. Auf die Plätze, fertig, putzen!
    • Fenster und Vorhänge – beides Dinge die die meisten ungern putzen
    • Staub-Wischen, eine eigene Kunst des Putzens
    • Böden und Teppichen den Putz-Kampf ansagen
  4. Besondere Räumen brauchen besondere Aufmerksamkeit
    • Küche richtig putzen
    • Bad hygienisch rein

Checkliste – diese Putzutensilien wirst du (wahrscheinlich) für deinen Frühjahrsputz brauchen:

Ausmisten tut nicht weh! Mit meinen Tipps auf jeden Fall nicht sehr:

In jedem Raum deiner Wohnung findest du Ecken mit Dingen die du nicht mehr brauchst, bzw. aus den falschen Gründen aufhebst. Ich werde euch sicher nicht erzählen dass ihr nur Sachen behalten solltet die euch wirklich Freude bereiten, denn um ehrlich zu sein bereiten mir viele Dinge die ich behalten muss keine Freude – mein Fieberthermometer oder meine Buchhaltung der vergangenen sieben Jahre zum Beispiel.

  • Was ich beim Ausmisten immer beachte ist, ob ich etwas wirklich brauchen werde oder mir nur einrede z.B. die Hose wirklich noch zu brauchen. Wenn sie mir seit 10 Jahren nicht mehr passt, ich nicht vor habe in nächster zeit 10kg ab oder zuzunehmen, dann weg damit. Wenn du wirklich deinen Körper so stark veränderst, dann gönne dir eine neue Hose!
  • Kann ich Dinge verschenken oder verkaufen und macht es anderen mehr Freude? Die hässliche Vase von der Tante wird vielleicht einen Liebhaber auf willhaben finden? Die Ohrringe die mir inzwischen zu auffällig geworden sind, mag vielleicht eine Freundin haben? Die Sammlung an Servietten aus dem Wirtshaus am Eck wird wahrscheinlich niemanden interessieren.
  • Ausmisten tut mir gut! Danach geht es einem immer etwas besser und man hat Platz für neue Dinge oder einfach mehr Raum zum atmen. Und dabei ist es egal ob man Kleidung, Kosmetik oder Lebensmittel ausmistet.
  • Die drei Haufen Methode eignet sich für jeden Raum, Schrank oder Kammer.
    1. Haufen: Was ich behalte da ich es brauche
    2. Haufen: Woran mein Herz gewachsen ist obwohl es weg sollte
    3. Haufen: Kann/Soll weg
    • Haufen 3 sollte sofort entsorgt oder weggebracht werden. Ich nehme für diesen Haufen gerne Säcke die gleich einen Zweck haben wie „Müll“, „Flohmarkt“ oder „zu verschenken“.
    • Haufen 2 darf gerne ein zweites Mal in die Hand genommen werden um in Erinnerungen zu schwelgen. Sobald dies getan ist darf er weg oder bis zum nächsten Lockdown, Umzug oder Frühjahrsputz aufgehoben werden.
    • Haufen 1 darf zurück in den Schrank/Kasten/Regal/Fach. Solltet ihr vor haben die Möbel innen auch gleich gründlich zu putzen, empfehle ich Haufen 1 in Umzugskartons zu sortieren bis die Möbel fertig geputzt, getauscht, neu aufgebaut, umgestellt oder gepflegt worden sind.

Eine Ausführliche Anleitung mit weiteren Tipps zum Thema Ausmisten, der drei Haufen Methode, der Kleiderbügel Methode und „Verkauf alter Dinge“ folgt bald.

Fenster und Vorhänge – beides Dinge die die meisten ungern putzen:

Sobald ihr mit dem Ausmisten fertig seid, solltet ihr die Vorhänge abnehmen und in die Waschmaschine werfen und die Fenster putzen. Weder zum Vorhänge waschen noch zum Fenster putzen braucht es Profigeräte, teure Spezial-Mittel noch geheimes Wissen.

Mir wurde z.B. einmal eingeredet dass Vorhänge so stark schäumen würden dass der Schaum aus der Maschine quellen würde und das Badezimmer überschwemmen würde. Blödsinn! Heute hat jede Maschine ein geeignetes Programm mit dem sich Vorhänge die gewaschen werden dürfen auch leicht waschen lassen. Lies auf dem Pflegehinweis (kleiner weißer Streifen der am Rand des Vorhangs genäht sein sollte) nach wie deine Vorhänge behandelt werden dürfen. Sollte es keinen Pflegehinweis geben, sollten 30° im Feinwaschprogramm bei maximal 800 Umdrehungen pro Minute ausreichen. Belade die Machine nicht zu sehr und verzichte ausnahmsweise auf das wassersparende Programm da beides Knitter in den Vorhängen begünstigt. Nimm Feinwaschmittel bei bunten oder Weißwaschmittel bei weißen Vorhängen.

Zum Fenster putzen kann mühsam sein. Ich lege mir dabei gerne gute Musik auf und putze meine Fenster nur bei Sonnenschein und am besten im Bikini (mir ist klar dass das im Jänner nicht so einfach geht …).

  • Putze den groben Dreck mit einem Besen ab.
  • Vogel-Mist und Fliegen bekommst mit einem Küchenschaber weg.
  • Gib ein paar Tropfen fettlösendes Spülmittel in einen Eimer mit warmen Wasser.
  • Reinigt die Fensterrahmen und das Glas mehrere Male mit dem Schwamm und Spüli-Wasser. Putze immer von oben nach unten und von der Mitte der Glases zu nach außen zu den Fensterrahmen.
  • Zieht das Waschwasser mit waagrechten Bewegungen mit eurem Abzieher ab.
  • Wischt die Gummi-Lippe (den Gummi-Streifen auf dem Abzieher) mit einem Fusselfreien Tuch ab.
  • Nun poliert ihr alle Schlieren mit dem Microfastertuch, dem Fensterleder oder Zeitungspapier weg. Was ihr nehmt ist Geschmackssache. Ich nehme immer das, was ich gerade Zuhause habe.

Tipp: alte (frisch gewaschene) Strumpfhosen kannst du auch gut zum Polieren nehmen.

Staub-Wischen, eine eigene Kunst des Putzens:

Staubwischen ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um dein Zuhause sauber und ordentlich zu halten. Es kann eine einfache und angenehme Aufgabe sein, aber es ist auch wichtig, es richtig zu machen. Ich verrate dir worauf du beim Staubwischen achten solltest, um das Beste aus dieser Aufgabe herauszuholen.

Der erste Schritt beim Staubwischen ist es, die richtige Ausrüstung zu haben. Es gibt viele verschiedene Arten von Staubwedeln, Besen und Tüchern, die je nach Art des zu reinigenden Belages unterschiedlich sein können. Wähle die richtige Ausrüstung für deine Bedürfnisse aus.

Der nächste Schritt ist, das Zimmer vorzubereiten. Entferne alle Gegenstände, die in dem Zimmer rumstehen und hier nicht hingehören. Beginne immer mit der obersten Fläche, z.B. dem obersten Regal oder auf dem Schrank und arbeite dich nach unten. Vergiss nicht, auch in die Ecken und entlang der Kanten zu wischen. Sobald du fertig bist, muss der Staub der auf den Boden gefallen ist gesaugt werden. Verwende einen Staubsauger oder eine Kehrschaufel, um den Staub und die Schmutzpartikel aufzusaugen.

Tipp: Während des Staubwischens und Staubsaugens öffne ich alle Fenster damit der in der Luft aufgewirbelte Staub hinausgeweht werden kann.

Tipp: Ein Luftbefeuchter macht nicht nur einige Pflanzen glücklich, er bindet auch den Staub in der Luft. Das hilft zwar nicht gegen den Staub der bereits auf deinen Möbeln liegt, verhindert aber dass sich Staub in deiner ganzen Wohnung verteilen kann.

Böden und Teppichen den Putz-Kampf ansagen:

Du möchtest deinen Boden und Teppich richtig sauber bekommen? Kein Problem! Es ist wichtig, dass du die richtigen Reinigungsmethoden anwendest, um die Oberflächen richtig zu reinigen.

Es gibt verschiedene Methoden, die du anwenden kannst, um deinen Teppich und Boden zu reinigen. Einige der häufigsten Methoden sind das Staubsaugen, das Wischen und das Shampoonieren. Bei der Bodenreinigung ist das Staubsaugen die beste Methode, um Schmutz und Staub zu entfernen. Mit einem guten Staubsauger kannst du deinen Boden gründlich reinigen, ohne dass du ihn schrubben musst. Ich setze hier auf drei verschiedene Systeme. In den Wohnräumen wo sich der Kater aufhält habe ich einen Staubsauger-Roboter und einen kabellosen Handstaubsauger und für die Räume in denen ich bastle und arbeite einen Werkstättenstaubsauger der auch Flüssigkeiten, Glas, Steine und Holzspäne einsaugt.

Wenn du mit dem Saugen fertig bist, musst du den Boden mit einem Tuch oder einem Wischmopp abwischen, um Schmutzreste zu entfernen. Hier gibt es viele Möglichkeiten bei der Wahl der Reinigungsmittels. Achte immer darauf dass das Mittel nicht zu aggressiv ist und den Boden angreift bzw. Flecken hinterlässt. Hier greife ich gerne zu warmen Wasser mit etwas Spüli.

Wenn es um Teppichreinigung geht, gibt es einige verschiedene Methoden, die dir zur Verfügung stehen. Eine Methode ist das Shampoonieren. Bei der Shampoonierung wird ein spezieller Teppichreiniger auf den Teppich aufgetragen und dann mit einer Teppichbürste einmassiert. Nachdem du das Shampoo aufgetragen hast, musst du den Teppich gründlich absaugen, um alle überschüssigen Reinigungsmittel zu entfernen. Das geht sowohl mit einem Nasssauger wie meinem Werkstättenstaubsauger oder einem all in one Gerät aus dem Baumarkt.

Besondere Räumen brauchen besondere Aufmerksamkeit bei Frühjahrsputz folgt bald.


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